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WG-Bewerbung schreiben – so überzeugst du Mitbewohner und Vermieter
October 19, 2026
·
7 min Lesezeit
Mitbewohner kochen gemeinsam in der WG-Küche
Zusammenfassung
Bei einer WG-Bewerbung entscheiden nicht Einkommen und Bonität allein – sondern vor allem die Mitbewohner. Dieser Artikel zeigt wie ein überzeugendes WG-Anschreiben aufgebaut ist, warum es persönlicher sein darf als eine klassische Wohnungsbewerbung, welche Unterlagen trotzdem dazugehören und worauf es beim WG-Casting ankommt.
Überblick

Warum eine WG-Bewerbung anders funktioniert

Bei einer WG-Bewerbung entscheidet nicht nur der Vermieter – sondern vor allem die Mitbewohner. Und die suchen etwas anderes als eine Hausverwaltung: Sie suchen keinen zahlungsfähigen Mieter sondern einen Menschen mit dem sie täglich Küche, Bad und Alltag teilen wollen.

Das verändert die Bewerbung grundlegend. Während bei einer normalen Wohnungsbewerbung Einkommen und Bonität im Vordergrund stehen, zählt bei der WG-Bewerbung vor allem Persönlichkeit – ohne dass die formalen Nachweise deshalb wegfallen.

Dieser Artikel zeigt wie du beide Seiten überzeugst: die Mitbewohner mit einem authentischen Anschreiben und den Vermieter mit vollständigen Unterlagen.

Wer entscheidet bei einer WG-Bewerbung?

In der Praxis gibt es zwei typische Konstellationen:

  • Die WG sucht selbst: Die bestehenden Mitbewohner wählen aus und der Vermieter stimmt dem neuen Untermieter meist zu. Hier entscheidet die Sympathie fast vollständig.
  • Der Vermieter vermietet einzeln: Jeder Bewohner hat einen eigenen Mietvertrag. Dann prüft der Vermieter Bonität und Einkommen genauso wie bei einer normalen Wohnung.

In beiden Fällen gilt: Wer sowohl persönlich überzeugt als auch vollständige Unterlagen mitbringt hat den klaren Vorteil.

Das WG-Anschreiben – persönlicher als üblich

Das Anschreiben ist bei einer WG-Bewerbung das wichtigste Dokument überhaupt. Es richtet sich an die Mitbewohner – nicht an eine Hausverwaltung. Entsprechend darf und sollte es persönlicher ausfallen als ein klassisches Anschreiben für die Wohnungsbewerbung.

Was ins WG-Anschreiben gehört

  • Wer du bist: Name, Alter, Beruf oder Studiengang – kurz und konkret
  • Wie du im Alltag lebst: Eher ruhig oder gesellig? Kochst du gerne? Bist du viel unterwegs? Das interessiert Mitbewohner mehr als dein Gehalt.
  • Warum genau diese WG: Bezug auf das Inserat – was hat dich angesprochen? Die Lage, die beschriebene Atmosphäre, ein gemeinsames Interesse?
  • Was du einbringst: Konkret statt allgemein. Nicht „ich bin ordentlich“ sondern „ich koche gerne und teile das auch gern mit anderen“.
  • Deine Eckdaten: Einzugstermin, wie lange du bleiben möchtest

Formulierungsbeispiel

„Hallo zusammen, ich bin Lisa, 24, und studiere im fünften Semester Psychologie. Aktuell wohne ich noch bei meinen Eltern und suche eine WG in der ich mich wirklich zuhause fühle. Euer Inserat hat mich angesprochen weil ihr schreibt dass ihr gerne zusammen kocht – das ist genau die Art WG die ich suche. Ich bin eher ruhig, aber gerne dabei wenn was gemeinsam passiert.“

Was du vermeiden solltest

  • Förmliche Sprache: „Sehr geehrte Damen und Herren“ wirkt bei einer WG deplatziert – außer der Vermieter selbst vermietet
  • Generischer Text: Mitbewohner erkennen Massenanfragen sofort. Zwei bis drei Sätze die erkennbar auf dieses Inserat eingehen machen den Unterschied.
  • Übertreiben: Wer sich als perfekt darstellt wirkt unglaubwürdig. Ehrlich und sympathisch schlägt makellos.
  • Nur über sich reden: Zeig Interesse an den Mitbewohnern und der bestehenden WG.

Welche Unterlagen bei einer WG-Bewerbung nötig sind

Auch wenn die Persönlichkeit zählt – die formalen Nachweise fallen nicht weg. Typischerweise erwartet werden:

  • Mieterselbstauskunft – mit Einkommens- und Haushaltsangaben. Was dort üblich ist erklärt unser Artikel Mieterselbstauskunft ausfüllen.
  • Einkommensnachweis – Gehaltsabrechnungen, BAföG-Bescheid oder Unterhaltsbestätigung
  • SCHUFA-Auskunft – besonders wenn der Vermieter direkt vermietet
  • Immatrikulationsbescheinigung – bei Studenten

Eine vollständige Übersicht aller typischen Unterlagen findest du im Artikel Unterlagen für die Wohnungsbewerbung.

Der Vorteil einer vorbereiteten Mappe: Wenn die WG sich für dich entscheidet und der Vermieter noch zustimmen muss, kannst du sofort liefern statt erst Dokumente zusammenzusuchen. Mit Bewerbify erstellst du die komplette Mappe in fünf Minuten als professionelle PDF.

WG-Bewerbung als Student

Die meisten WG-Bewerbungen kommen von Studenten – und hier ist die Einkommenssituation der häufigste Stolperstein. Typische Nachweise die von manchen Vermietern akzeptiert werden: BAföG-Bescheid, Unterhaltsbestätigung der Eltern, Gehaltsabrechnung aus einem Nebenjob oder eine Elternbürgschaft.

Alle Details dazu – welche Unterlagen überzeugen, wie eine Elternbürgschaft funktioniert und was ins Anschreiben gehört – erklärt unser Artikel Wohnungsbewerbung als Student.

Das WG-Casting – der persönliche Termin

Anders als bei einer normalen Wohnungsbesichtigung ist der WG-Termin eher ein gegenseitiges Kennenlernen. Ein paar Punkte die in der Praxis helfen:

  • Zeit mitbringen: WG-Castings dauern oft länger als geplant – wer nach zehn Minuten weg muss wirkt desinteressiert
  • Fragen stellen: Wie läuft der Alltag? Gibt es einen Putzplan? Wie wird mit Besuch umgegangen? Das zeigt echtes Interesse.
  • Ehrlich sein: Wenn du Frühaufsteher bist und die WG feiert gerne – lieber vorher klären als später Konflikte.
  • Unterlagen dabei haben: Falls der Vermieter direkt beteiligt ist kannst du sofort übergeben.

Häufige Fragen

Wie schreibe ich eine WG-Bewerbung?

Persönlicher als eine normale Wohnungsbewerbung: Wer du bist, wie du im Alltag lebst, warum genau diese WG und was du einbringst. Zwei bis drei Sätze müssen erkennbar auf das konkrete Inserat eingehen – generische Texte fallen sofort auf.

Welche Unterlagen brauche ich für ein WG-Zimmer?

Typischerweise Mieterselbstauskunft, Einkommensnachweis und je nach Vermieter eine SCHUFA-Auskunft. Bei Studenten zusätzlich Immatrikulationsbescheinigung. Eine vollständige Mappe erstellst du im Bewerbify-Generator.

Wie förmlich sollte eine WG-Bewerbung sein?

Deutlich weniger förmlich als eine klassische Wohnungsbewerbung – die Mitbewohner suchen einen Menschen, keinen Bewerber. „Hallo zusammen“ statt „Sehr geehrte Damen und Herren“. Wenn der Vermieter direkt vermietet gilt allerdings der formalere Ton.

Brauche ich eine Mieterselbstauskunft für eine WG?

Wenn der Vermieter direkt vermietet in der Regel ja. Bei einer Untermiete innerhalb einer bestehenden WG entscheidet oft die WG selbst – eine vorbereitete Selbstauskunft schadet aber nie und zeigt dass du es ernst meinst.

Wie hebe ich mich bei vielen Bewerbern ab?

Durch Konkretheit. Wer schreibt „ich bin nett und ordentlich“ klingt wie alle anderen. Wer beschreibt wie sein Alltag tatsächlich aussieht bleibt in Erinnerung. Und wer beim Casting Interesse an den Mitbewohnern zeigt statt nur über sich zu reden hinterlässt einen anderen Eindruck.

Was mache ich wenn die WG mich nimmt aber der Vermieter noch zustimmen muss?

Dann brauchst du schnell vollständige Unterlagen. Wer die Mappe bereits vorbereitet hat kann sofort liefern – mit Bewerbify ist sie in fünf Minuten fertig.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zur allgemeinen Information und stellt keine Rechts- oder Beratungsleistung dar. Bei konkreten rechtlichen Fragen – insbesondere zu Untermietverhältnissen und Vermieterzustimmung – empfehlen wir die Beratung durch einen Fachanwalt für Mietrecht. Stand: Oktober 2026.

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