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Wohnungsbewerbung als Student – so überzeugst du Vermieter ohne festes Gehalt
May 9, 2026
·
8 min Lesezeit
Zusammenfassung
Als Student eine Wohnung zu finden ist eine der häufigsten Herausforderungen beim Berufseinstieg oder Studiumsbeginn. Kein festes Gehalt, oft erste Bewerbung überhaupt, und Vermieter die auf finanzielle Sicherheit bestehen. Dieser Artikel zeigt welche Unterlagen Studenten typischerweise einreichen, wie BAföG, Unterhalt und Nebenjob als Einkommensnachweis funktionieren, wann eine Elternbürgschaft sinnvoll ist und wie das Anschreiben überzeugend formuliert wird.
Überblick

Die besondere Ausgangssituation als Student

Als Student eine Wohnungsbewerbung zu schreiben und eine eigene Wohnung zu finden gehört zu den häufigsten Herausforderungen zu Beginn des Studiums. Kein festes Gehalt, oft die erste eigene Bewerbung überhaupt, und Vermieter die auf finanzielle Sicherheit bestehen. Das klingt nach einer schwachen Ausgangsposition – ist es aber nicht zwangsläufig.

Vermieter kennen die Situation von Studenten. Was sie suchen ist nicht das höchste Einkommen sondern Verlässlichkeit: Wer zahlt die Miete pünktlich und wie lange bleibt die Person? Wer diese Fragen proaktiv und transparent beantwortet hat in der Praxis deutlich bessere Chancen als jemand der seine Situation verschweigt.

Wie eine vollständige Bewerbungsmappe aufgebaut ist erklärt unser Artikel Unterlagen für die Wohnungsbewerbung. Dieser Artikel zeigt was für Studenten im Besonderen gilt.

Welche Unterlagen Studenten typischerweise einreichen

Die Grundstruktur einer Wohnungsbewerbung ist für Studenten dieselbe wie für alle anderen: Deckblatt, Anschreiben und Mieterselbstauskunft als konsistente PDF – ergänzt durch Einkommensnachweise. Der Unterschied liegt in den Einkommensnachweisen selbst.

Was Studenten typischerweise einreichen und von manchen Vermietern akzeptiert wird:

  • Immatrikulationsbescheinigung – zeigt dass du tatsächlich eingeschrieben bist und wie lange das Studium noch dauert
  • Einkommensnachweis – BAföG-Bescheid, Unterhaltsbestätigung der Eltern oder Gehaltsabrechnung aus Nebenjob (mehr dazu unten)
  • SCHUFA-Auskunft – auch als Student sinnvoll wenn keine negativen Einträge vorhanden sind
  • Elternbürgschaft – falls vorhanden, als separates Dokument beifügen

Alle Dokumente idealerweise in einer einzigen PDF zusammengefasst. Mit dem Bewerbify-Generator entstehen Deckblatt, Anschreiben und Mieterselbstauskunft automatisch in einem einheitlichen Design – direkt als PDF fertig.

Einkommensnachweise ohne festes Gehalt

Das ist der Kern der studentischen Bewerbungssituation. Es gibt keine Gehaltsabrechnung – aber es gibt Alternativen die von manchen Vermietern als gleichwertig akzeptiert werden.

BAföG als Einkommensnachweis

Wer BAföG erhält kann den aktuellen BAföG-Bescheid als Einkommensnachweis beifügen. Wichtig: Der Bescheid sollte aktuell sein und den monatlichen Auszahlungsbetrag klar ausweisen. Manche Vermieter akzeptieren das als ausreichenden Nachweis – andere nicht. Proaktiv ansprechen ist besser als nichts einzureichen.

Unterhaltsbestätigung der Eltern

Wenn die Eltern den Unterhalt zahlen ist eine schriftliche Bestätigung mit Kontoauszügen der letzten zwei bis drei Monate eine sinnvolle Ergänzung. Die Bestätigung sollte den monatlichen Betrag klar nennen und von den Eltern unterschrieben sein. Diese Kombination kann von manchen Vermietern als ausreichender Nachweis akzeptiert werden.

Nebenjob oder Werkstudentenstelle

Wer neben dem Studium arbeitet hat den stärksten Einkommensnachweis: Gehaltsabrechnungen der letzten zwei bis drei Monate – auch aus einem Minijob – sind in der Praxis ein echter Nachweis und signalisieren Verlässlichkeit. Im Anschreiben kurz erwähnen warum die Kombination aus Unterhalt und Nebeneinkommen die Miete verlässlich abdeckt.

Stipendien und andere Einnahmen

Stipendien, Studienbeihilfen oder regelmäßige andere Einnahmen können ebenfalls als Nachweis dienen – mit dem entsprechenden Bescheid oder Kontoauszug als Beleg. Auch hier gilt: transparent kommunizieren statt verschweigen.

Elternbürgschaft – wann und wie

Eine Elternbürgschaft bedeutet dass die Eltern vertraglich für die Mietzahlungen haften falls der Student selbst nicht zahlen kann. Das ist für viele Vermieter ein wichtiger Sicherheitsfaktor und wird in der Praxis häufig von Studenten genutzt.

Wichtig zu wissen:

  • Eine Bürgschaft ist ein privatrechtlicher Vertrag zwischen Eltern und Vermieter – sie entsteht erst wenn beide Seiten zustimmen, nicht allein durch das Beifügen eines Dokuments
  • Im Anschreiben proaktiv erwähnen dass eine Elternbürgschaft auf Wunsch des Vermieters bereitgestellt werden kann
  • Manche Vermieter verlangen eine bestimmte Form der Bürgschaft – bei konkreten Fragen dazu empfiehlt sich die Einschätzung eines Fachanwalts für Mietrecht
  • Nicht alle Vermieter akzeptieren Bürgschaften – aber das Anbieten davon signalisiert Transparenz und Verlässlichkeit

Das Anschreiben als Student

Das Anschreiben ist als Student besonders wichtig – es ist die Chance die finanzielle Situation zu erklären bevor der Vermieter Fragen stellt. Der Aufbau folgt der allgemeinen Struktur (mehr dazu im Artikel Anschreiben Wohnungsbewerbung) mit einigen studentischen Besonderheiten.

Was ins studentische Anschreiben gehört

  • Studiengang und Hochschule – kurz und konkret
  • Voraussichtliches Studienende – zeigt dem Vermieter wie lange du planmäßig bleibst
  • Finanzierungsquelle klar benennen – BAföG, Unterhalt, Nebenjob oder Kombination davon
  • Elternbürgschaft erwähnen falls vorhanden: „Eine Elternbürgschaft kann auf Wunsch bereitgestellt werden“
  • Langfristigkeit signalisieren – planst du nach dem Studium in der Stadt zu bleiben?

Was du vermeiden solltest

Entschuldigungen für deine Situation sind kontraproduktiv. Formulierungen wie „Ich weiß dass meine finanzielle Situation nicht ideal ist...“ schwächen deine Bewerbung. Präsentiere deine Situation stattdessen sachlich und lösungsorientiert – mit den Nachweisen die zeigen dass die Miete verlässlich bezahlt wird.

Mieterselbstauskunft als Student korrekt ausfüllen

Bei der Mieterselbstauskunft gilt als Student: vollständig und ehrlich ausfüllen, nichts weglassen ohne Erklärung.

  • Beschäftigungsstatus: klar „Student“ angeben – nicht leer lassen
  • Einkommen: alle Quellen angeben – BAföG + Unterhalt + Nebenjob wenn vorhanden
  • Arbeitgeber: bei Werkstudentenstelle angeben, sonst freilassen mit Hinweis „Student“
  • Bürgschaft: wenn eine Elternbürgschaft vorgesehen ist das im entsprechenden Feld vermerken

Welche Felder in der Mieterselbstauskunft üblich sind und welche nach allgemeiner Einschätzung freigelassen werden können erklärt unser Artikel Mieterselbstauskunft ausfüllen.

WG-Zimmer vs. eigene Wohnung

Viele Studenten bewerben sich zunächst auf WG-Zimmer statt auf ganze Wohnungen. Die Anforderungen unterscheiden sich leicht:

Bei WG-Bewerbungen

Das Anschreiben richtet sich auch an die Mitbewohner – nicht nur an den Vermieter. Es darf und sollte persönlicher sein: Wie lebst du im Alltag? Bist du eher ruhig oder gesellig? Was bringst du in die WG ein? Konkrete Details überzeugen hier mehr als formelle Formulierungen. Die Einkommensnachweise sind dieselben wie bei einer Einzelwohnung.

Bei der ersten eigenen Wohnung

Wer zum ersten Mal eine eigene Wohnung mieten möchte steht vor besonderen Anforderungen: In der Praxis werden bei einer eigenen Wohnung häufig höhere Einkommensnachweise erwartet weil die gesamte Miete von einer Person getragen wird. Eine Elternbürgschaft und eine starke Unterhaltsbestätigung können hier besonders hilfreich sein. Die vollständige Bewerbungsmappe lässt sich direkt über Bewerbify erstellen – geführt durch alle Felder, in wenigen Minuten als PDF fertig.

Häufige Fehler bei studentischen Bewerbungen

  • Finanzierungssituation nicht erklären: Wer keine Gehaltsabrechnung einreicht ohne Erklärung hat in der Praxis oft schlechtere Chancen. Immer proaktiv kommunizieren was die Einkommensquelle ist.
  • Immatrikulationsbescheinigung vergessen: Sie zeigt dem Vermieter dass du tatsächlich Student bist und wie lange das Studium noch dauert.
  • Elternbürgschaft nicht erwähnen: Auch wenn noch kein Dokument vorliegt – im Anschreiben erwähnen dass eine Bürgschaft möglich ist.
  • Zu kurzer Planungshorizont kommuniziert: „Ich studiere noch zwei Semester“ klingt nach kurzem Mietverhältnis. Wenn du planst nach dem Studium in der Stadt zu bleiben sag das explizit.
  • Generisches Anschreiben: Auch als Student gilt – zwei bis drei Sätze die erkennbar auf genau diese Wohnung eingehen machen den Unterschied. Wie du das richtig machst zeigt der Artikel Wohnungsbewerbung erstellen: Word, Vorlage oder Online-Tool.

Häufige Fragen

Kann ich als Student ohne Einkommen eine Wohnung mieten?

Ohne jeglichen Einkommensnachweis ist es in der Praxis sehr schwierig eine Wohnung zu finden. BAföG-Bescheid, Unterhaltsbestätigung der Eltern oder Gehaltsabrechnungen aus einem Nebenjob sind typische Alternativen die von manchen Vermietern akzeptiert werden. Eine Elternbürgschaft kann zusätzliche Sicherheit geben.

Was ist eine Elternbürgschaft und wie funktioniert sie?

Bei einer Elternbürgschaft haften die Eltern vertraglich für die Mietzahlungen falls der Student selbst nicht zahlen kann. Die genaue Form und Ausgestaltung hängt vom jeweiligen Vermieter ab. Bei konkreten Fragen zur rechtlichen Ausgestaltung empfiehlt sich die Beratung durch einen Fachanwalt für Mietrecht.

Reicht BAföG als Einkommensnachweis für eine Wohnung?

Das hängt vom jeweiligen Vermieter ab. Manche akzeptieren den BAföG-Bescheid als ausreichenden Nachweis – andere verlangen zusätzlich eine Unterhaltsbestätigung der Eltern oder eine Bürgschaft. Im Anschreiben proaktiv alle Einkommensquellen benennen ist in jedem Fall sinnvoll.

Welche Unterlagen brauche ich als Student für die Wohnungsbewerbung?

Typischerweise: Deckblatt, Anschreiben und Mieterselbstauskunft als vollständige PDF, ergänzt durch Immatrikulationsbescheinigung, Einkommensnachweis (BAföG, Unterhalt oder Gehaltsabrechnung) und SCHUFA-Auskunft. Eine vollständige Vorlage findest du im Bewerbify-Generator.

Wie schreibe ich ein überzeugendes Anschreiben als Student?

Erkläre deine Finanzierungssituation proaktiv, nenne das voraussichtliche Studienende, signalisiere Langfristigkeit und schreib zwei bis drei Sätze die erkennbar auf genau diese Wohnung eingehen. Entschuldigungen für die studentische Situation sind kontraproduktiv – sachlich und lösungsorientiert formulieren. Mit dem Bewerbify-Tool hast du die richtige Struktur sofort parat.

Brauche ich als Student eine SCHUFA-Auskunft?

Eine gesetzliche Pflicht dazu gibt es nicht. Wenn keine negativen Einträge vorhanden sind ist das Beifügen einer SCHUFA-Auskunft in der Praxis ein zusätzliches Vertrauenssignal das viele Vermieter schätzen. Die kostenlose Datenkopie kannst du einmal jährlich direkt bei der SCHUFA beantragen.

Kann ich als Student zum ersten Mal eine Wohnung mieten?

Ja – die erste eigene Wohnung zu mieten ist als Student möglich wenn die Bewerbung vollständig und transparent ist. Einkommensnachweis, Immatrikulationsbescheinigung und idealerweise eine Elternbürgschaft erhöhen die Chancen deutlich. Mit Bewerbify erstellst du die vollständige Bewerbungsmappe für deine erste Wohnung in wenigen Minuten.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zur allgemeinen Information und stellt keine Rechts- oder Beratungsleistung dar. Bei konkreten rechtlichen Fragen – insbesondere zur Ausgestaltung von Bürgschaften oder zu datenschutzrechtlich zulässigen Angaben in der Mieterselbstauskunft – empfehlen wir die Beratung durch einen Fachanwalt für Mietrecht. Stand: April 2026.

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